| Aktuelles
| Einleitung
| Produktion
| Baits
| Mixturen
| Zusätze
| Preisliste
| Galerie
| Service

 

 

Einleitung

zurück

Vitamin-Info


Einleitung

Vitamine sind an einer Vielzahl biochemischer Vorgänge im tierischen Organismus beteiligt. Der Körper kann sie jedoch nicht bzw. nur in sehr geringen, nicht ausreichenden Mengen selbst produzieren. Aus diesem Grunde ist eine dem Bedarf entsprechende Zufuhr über die Nahrung entscheidend für Wachstum, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere.

In der modernen Tierernährung wird der Zusatz von Vitaminen an die jeweiligen Bedürfnisse der Tiere angepasst. Der Vitaminbedarf schwankt dabei je nach Spezies, Gesundheitszustand, Alter, Geschlecht und Haltungsbedingungen teilweise erheblich. Die zugesetzten Vitamine unterscheiden sich sowohl in ihrer Wirkungsweise als auch in ihrer chemischen Struktur. Grundsätzlich werden die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie die wasserlöslichen Vitamine des B-Komplexes und Vitamin C unterschieden.

Funktionen

Nachfolgend sind einige Vitamine und ihre wichtigsten Funktionen aufgeführt:

Fettlösliche Vitamine

Vitamin A fördert Aufbau, Schutz und Regeneration von Haut und Schleimhaut; erhöht die Immunabwehr, hat wichtige Funktionen im Sehvorgang und im Bereich der Reproduktion, beim Körper- und Skelettwachstum sowie bei der Regulation des Stoffwechsels von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett.

Beta-Carotin ist eine wichtige Vorstufe des Vitamin A und schützt als Antioxidans vor der Zellzerstörung durch Radikale. Unabhängig vom Vitamin A bestehen tierartspezifische Effekte im Fruchtbarkeitsgeschehen männlicher und weiblicher Tiere sowie im Immunsystem.

Vitamin E hat eine biologische Schutzfunktion als Antioxidans im Zellstoffwechsel, steigert die Immunabwehr durch Stimulierung der Antikörperbildung, fördert die Fruchtbarkeit, steuert den Kohlenhydrat-, Glykogen-, Muskel- und Kreatinstoffwechsel.

Vitamin D reguliert den Calcium- und Phosphorstoffwechsel, insbesondere die Förderung der Calcium- und Phosphorabsorption aus dem Darm, deren Ausscheidung über die Nieren und deren Einlagerungsrate in das Skelett.

Vitamin K unterstützt die Blutgerinnung und ist wesentlich an Wundheilungsprozessen nach Läsionen, der Proteinsynthese sowie dem Zellstoffwechsel beteiligt.

Wasserlösliche Vitamine

Vitamin B1 ist Bestandteil der alpha-Pyruvat- und alpha-Ketoglutarat-Dehydrogenase sowie der Transketolase. Es reguliert den Kohlenhydratstoffwechsel und unterstützt die physiologischen Funktionen von Nervengewebe und Herzmuskel.

Vitamin B2 ist Bestandteil von Enzymen der Atmungskette sowie des Abbaus von Fettsäuren und wichtig für die Übertragung von Wasserstoffatomen. Es greift in den Eiweiß-, Fett- und Nucleinsäurenstoffwechsel ein.

Vitamin B6 ist Bestandteil von Transaminasen und von Aminosäure-Decarboxylasen. Im Eiweißstoffwechsel besitzt es als Coenzym in Form von Pyridoxal-5-Phosphat eine zentrale Stellung. Darüber hinaus ist es für den Fett-, Kohlenhydrat- und Mineralstoffwechsel sowie den Abbau von Tryptophan wichtig.

Vitamin B12 hat eine wesentliche Bedeutung für die Propionatverwertung und die Bildung von Desoxyribonucleotiden. Es ist essentiell für den Eiweißstoffwechsel sowie die Bildung einzelner Aminosäuren. Es regt die Bildung der roten Blutkörperchen an und trägt zur Verhinderung von Blutarmut bei.

Biotin ist Bestandteil von Karboxylasen und fördert die Bildung von Oxalacetat und von Malonyl-Co A. Es ist an einer Reihe von Carboxylierungsprozessen beteiligt, die wesentlich für die Fettsäurensynthese, die Gluconeogenese und die Proteinsynthese sind.

Nicotinsäure/Nicotinamid ist Bestandteil von Oxydo-Reduktasen und ist wichtig für die Energiegewinnung (NAD+) und für Biosynthesen (NADP+). Es hat eine Schlüsselfunktion als Baustein von Coenzymen im Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel; es sichert die normale Funktion von Haut und Schleimhäuten.

Folsäure ist Bestandteil von Enzymen zum Stoffwechsel von C1-Fragmenten und ist wichtig für die Synthese von DNA und RNA. Sie ist am Eiweiß- und Nucleinsäurenstoffwechsel beteiligt und unterstützt die Bildung von roten Blutkörperchen und Antikörpern.

Pantothensäure ist Bestandteil von Enzymen zum Auf- und Abbau von Fettsäuren sowie zur Synthese von Acetylcholin. In funktioneller Einheit mit Coenzym A steuert sie den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel und ist essentiell für die Funktion von Haut und Schleimhäuten.

Vitamin C/Ascorbinsäure kommt in einer Keto- und einer Enolform vor. Durch Dehydrierung entsteht aus der Enolform die Dehydroascorbinsäure, die gleichfalls biologisch aktiv ist und durch Hydrierung in die Enolform überführt wird. Sie verbessert die Eisenaufnahme aus der Nahrung, unterstützt die körperlichen Abwehrkräfte und ist wichtig für die Bildung und Funktionsfähigkeit von Bindegewebe und Knochen. Bei den Haussäugetieren wird die Ascorbinsäure unter physiologischen Verhältnissen in der Leber, beim Geflügel in den Nieren synthetisiert. Primaten und verschiedene Fischarten (Lachse, Forellen) können die Ascorbinsäure wegen fehlender Ausbildung eines Enzyms - der Gulonolacton-Oxidase - nicht synthetisieren und sind daher auf die Zugabe über die Nahrung angewiesen.

Cholin wird zur Bildung von Phospholipiden benötigt und nimmt wichtige Funktionen beim Fetttransport und im Fettstoffwechsel sowie bei der Übertragung von Nervenreizen (Aufbau Acetylcholin) wahr. Es ist Bestandteil von Knorpelzellen und wirkt wie Methionin und Betain als Methylgruppendonator.

Diese grobe Übersicht zeigt die wesentliche Bedeutung der Vitamine in der Tierernährung. Auch ist darauf hinzuweisen, dass vielseitige Wechselbeziehungen und Interaktionen zwischen den einzelnen Vitaminen bestehen.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Wirkstoffen mit Vitamincharakter. Hierzu zählen u.a.: Taurin, para-Aminobenzoesäure, Betain, Inosit, Rutin, Orotsäure, Carnithin.

Nach dem Einmischen der Vitamine in das Mischfutter kann deren Stabilität von folgenden Faktoren beeinträchtigt werden:

Temperatur: viele Vitamine werden durch erhöhte Temperaturen negativ beeinträchtigt. Der höchste Grad bezüglich Stabilität wird bei Temperaturen zwischen 5 und 10°C erreicht.

Wasser/Feuchtigkeit: beschleunigen häufig die Oxidation

Sauerstoff: die meisten Vitamine werden durch Oxidation zerstört. Die Stabilität kann direkt durch den Luftsauerstoff negativ beeinträchtig werden oder durch oxidative Substanzen im Futter.

Licht: unterstützt ebenfalls Oxidationsprozesse.

Lagerzeit: die meisten der beschriebenen Negativeinflüsse sind zeitabhängig. Daher gilt grundsätzlich, dass mit zunehmender Lagerdauer der Verlust an Vitaminen steigt. Hieraus ist ebenfalls abzuleiten, dass Trockenmixe, welche in einer warmen und feuchten Umgebung für mehrere Wochen gelagert wird vergleichsweise wesentliche höhere Verlustraten an Vitaminen aufweist, als Futter welches kürzer sowie kühl und trocken gelagert wird.

Externe Einflussfaktoren auf die Stabilität von nicht formulierter Vitamine

Vitamin-Stabilität

Quelle:
A. Becker, ssniff Spezialdiäten GmbH, Soest (Vitamine: Essentielle Zusatzstoffe für Versuchstierfutter)

401kB Ausführlicher und detaillierter Bericht "Vitamine in der Tierernährung" von der AWT (Arbeitsgemeinschaft für Wirkstoffe in der Tierernährung e.V., Bonn)!

Download dieser Info-Seite hier: 124kB

 ©steambaits.de